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Entscheidungen – Schnelles Denken, Langsames Denken

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Kahneman geht von einem Zusammenspiel zweier Denk-Systeme aus: einem schnellen, intuitiven, das häufig zu falschen Entscheidungen führt, und einem zweiten, analytischeren, das wir erschütternd oft unbewusst umgehen.

“Wenn ich die Hauptstadt von Frankreich erwähne, denken Sie automatisch und ohne Mühe an Paris”, sagt der Psychologe. “Das ist das, was ich das ‘schnelle Denken nenne’: Wahrnehmung, Intuition, freie Assoziationen – das gehört alles dazu. Und dann gibt es das langsame Denken. Das benutzen wir, wenn wir sorgfältig argumentieren, oder ausrechnen wollen, was 17 mal 24 ist, oder unbekannte Zahlen schätzen – also Aufgaben für logisches Denken.”

Das schnelle, assoziative Denken nennt er System 1, das langsame Denken System 2. Denken verbraucht Energie, das kann weitreichende Folgen haben.

Der Horror vor einem Verlust wiegt viel mehr als die Freude über einen Gewinn derselben Summe. “Bedrohungen sind wichtiger als Chancen, und man würde auch erwarten, dass das so ist: Bedrohungen sind Verluste”, sagt Kahneman. “Im Kontext von Entscheidungsbildungen hat man es mit Drohungen und Chancen zu tun. Und dass Gefahren Priorität genießen, macht biologisch absoluten Sinn.” Mit dem paradoxen Resultat, dass wir oft gute Gewinnchancen aus Angst nicht nutzen und zu lange an verlustreichen Investitionen festhalten.

Zu den größten Schwächen unserer beiden Denksysteme gehört das gestörte Verhältnis zu Statistik und Wahrscheinlichkeiten.

Video auf YouTube

Public Lecture by Prof. Daniel Kahneman
Thinking, Fast and Slow
Tuesday, April 16, 2013
Aula, University of Zurich

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Sternstunde Philosophie Über die Tücken der Intuition
2002 erhielt der in Tel Aviv geborene Psychologe Daniel Kahneman den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Seine Einsicht: Intuitionen führen die Menschen gerne in die Irre, insbesondere wenn sie komplexe Situationen beurteilen und Entscheide fällen müssen.

Mitdenken.

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