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  • caspar 17:21 on 1. March 2009 Permalink | Reply
    Tags: Banking in Switzerland, Financial Times, ,   

    Schweizer Bankgeheimnis 

    UBS AG
    Image via Wikipedia

    Was sind die Lehren aus der rechtsstaatlich fragwürdigen Verschiebung von Kundendaten der UBS in die Vereinigten Staaten, die aufgrund von Verstössen der Bank gegen US-Recht erzwungen wurde?

    1. Die Zürcher Grossbank wurde, abermals, ein Opfer ihrer Grösse. Ein paar Angestellte innerhalb der Vermögensverwaltung verursachten gewaltige Schäden. Das Debakel um die US-Vermögen liefert weitere Argumente für eine Neuaufgliederung des Konzerns, wie sie im letzten Editorial besprochen wurde.

    2. Die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung muss gegenüber Ausländern fallen. Das Bankkundengeheimnis soll die Privatsphäre der Kunden schützen, nicht aber Leute, die ihr Geld arglistig an ihren Heimatstaaten vorbeischmuggeln. Was wäre dem Land und der Bank an Ärger erspart geblieben, hätte die Schweiz klarere Regelungen. Mehr Offenheit gegenüber ausländischen Steuerbehörden ist unter Bewahrung moralischer Kernfunktionen des Bankgeheimnisses denkbar. Zum gläsernen Kunden muss es nicht kommen.

    3. Mehr Transparenz stärkt die Schweiz. Eigentlich löst das Gezeter um die UBS-Daten eine fruchtbare Debatte aus. Selbst die notorisch schweizkritische Financial Times, eine Art Propaganda-Organ der britischen Finanzindustrie, musste neidlos anerkennen, dass die Schweiz auch bei einem veränderten Bankgeheimnis über Wettbewerbsvorteile verfügt, die Singapur oder London nicht bieten können. Die geplagten europäischen Leistungseliten werden eher bereit sein, ihren Wohnsitz oder ihre Unternehmung zu verlagern.

    4. Die politisch angeheizte Treibjagd gegen die UBS bringt nichts. Vollkommen entbehrlich aber sind die staatlich besoldeten Milizpolitiker, die den Spiessrutengang der Bank mit Selbstzerstörungslust bewirtschaften. So viel Masochismus hätte man den Schweizern gar nicht zugetraut.

    - Editorial Weltwoche 9.09 “Halb so wild” Roger Köppel

    Weitere Dossiers der Weltwoche zum Thema Bankgeheimnis

    UBS oder Bier, Kapitalanlage aus der etwas anderen Sicht

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  • caspar 13:33 on 8. October 2008 Permalink | Reply
    Tags: , Banking in Switzerland, , , Tax Evasion,   

    Thoughtnugget: Bankenkrise / Bankcrisis 

    Swiss National Bank headquarters in Berne

    Image via Wikipedia

    I dont like news with such a negative cliffhanger..
    i think that’s todays mainproblem: negative press.
    you can’t compare iceland to switzerland:
    as everybody, we don’t know what’s going on and don’t know where that leads to…BUT:
    if there will be that worst case, the swiss government won’t let a swissbank die, they have enough ressources, also the swiss national bank (snb). instead of bank2bank lending, the swissbanks have a big pool of money supplied by the snb – so the liquidity is more or less warranted.
    every deal or credit a swiss bank makes is secured or there is a deposit.
    in iceland, lots of deals are based on credits with no security in mind.
    iceland’s economy had a much stronger growth and we still don’t know if there was also some russian mafia money involved (why did they pump now so much money into islands banks?) -> they always had extreme high rates for fixed deposites..

    i think the only problem in switzerland is the bad media coverage. we have lots of people taking their money from big swiss banks to local/smaller swiss banks. and that’s bad for the balance.

    swiss’ buy what they can afford, not more, not less ;-)
    just my 50 cents – as a non trader and not direct involved in that business…

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